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Enterprise-Wikis im Überblick
29.05.2008
Autor: DR. KLAUS MANHART
Enterprise-Wikis im Überblick
Auch Unternehmen profitieren vom Wiki-Prinzip: Eine Wissensdatenbank, die von allen Mitarbeitern genutzt und erweitert werden kann, ist sehr leicht einzurichten und kostet oft keinen Cent.

Die Wiki-Idee, dass jeder Besucher den Inhalt der Website verändern und um Informationen ergänzen darf, um so seinen Teil zum Wachstum der Wissenbasis zu leisten, setzt sich auch in immer mehr Unternehmen durch. Ausgelöst wurde der Wiki-Hype vor allem durch den unerwarteten Erfolg von Wikipedia – immer noch das bekannteste Beispiel für ein Wiki. Tausende von freiwilligen Netzusern arbeiten an ihr mit, stellen Enyklopädietexte online und verbessern sie immer weiter. Die Effizienz der Zusammenarbeit von räumlich getrennt arbeitenden Benutzern beweist Wikipedia damit immer wieder aufs Neue.



Öffentliche Wikis wie das Deutsche Software Entwickler Wiki, das Linux-Wiki oder das Jura-Wiki belegen den Trend eindrucksvoll. Nun entdecken auch immer mehr Unternehmen die Vorzüge des Wiki-Prinzips. Sie nutzen es, um die Zusammenarbeit der Mitarbeiter und die Unternehmenskommunikation zu verbessern. Bei IBM beispielsweise gibt es bereits über 8000 Wikis, an denen sich fast die Hälfte der Mitarbeiter beteiligt. Sie haben dort bereits etwa 150.000 Seiten verfasst. Yahoo und der deutsche Konkurrent Web.de setzen Wikis ein - unter anderem für die Dokumentation und Projektverwaltung ihrer Produkte.

Auch Kunden werden oft via Wiki einbezogen. Novell beispielsweise hat sein Cool Solutions Wiki gestartet, in dem sich Kunden und Mitarbeiter über die Produkte von Novell austauschen. Intuit, Hersteller der Finanzsoftware Quicken, bietet Steuerexperten mit Wiki TaxAlmanac eine Plattform, um über Steuerthemen zu diskutieren.


Umfrage: Laut einer empirischen Untersuchung der Universität Köln setzen bereits über die Hälfte der deutschen Unternehmen mindestens ein Wiki ein. (Quelle: Uni Köln, http://wikipedistik.de/umfrage/ergebnisse.html)
Umfrage: Laut einer empirischen Untersuchung der Universität Köln setzen bereits über die Hälfte der deutschen Unternehmen mindestens ein Wiki ein. (Quelle: Uni Köln, http://wikipedistik.de/umfrage/ergebnisse.html)

Die IT-Unternehmen liegen damit voll im Trend. Analysten von Gartner prognostizieren, dass sich Wikis in Unternehmen künftig zu gängigen Tools der Zusammenarbeit entwickeln werden – und damit Groupware- und Collaboration Tools zunehmend Konkurrenz machen. Im Jahr 2009, so die Analysten, werden bereits 50 Prozent aller Firmen Wikis einsetzen.


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