Software hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch von PCs und Servern. Mit Open-Source-Software können Unternehmen in Bezug auf die Energieeffizienz Ihrer Computersysteme
oftmals schneller und preiswerter zum Ziel kommen als mit kommerziellen Produkten.
Virtualisierung ist wahrscheinlich die effizienteste Methode, den Bedarf an Rechenkraft zu verringern. Viele Server sind heute schlecht ausgelastet, da sie für die Lastspitzen dimensioniert wurden; das führt zu Auslastungen im Bereich von fünf bis 20 Prozent. Konsolidiert man zehn dieser Rechner in Form von virtuellen Maschinen auf einen großen Server, dann wird man die Reserve für Lastspitzen (80 bis 95 Prozent) nicht zehnmal einplanen, außer die Spitzen hängen miteinander zusammen. Ein doppelt so starker Rechner nimmt zehn virtuelle Maschinen mit typischerweise zehn Prozent Auslastung auf und verbessert somit die Auslastung auf 50 Prozent.
Stromverbrauch aktueller Prozessoren im Leerlauf und unter Last.
Mit Hilfe von Live-Migration lassen sich die virtuellen Maschinen unterbrechungsfrei zwischen den Servern hin- und herschieben. Falls also am Wochenende die Auslastung geringer ist, konsolidiert man die virtuellen Maschinen auf wenigen Servern und schaltet die nicht benötigten ab. Die Stromersparnis ist hier offensichtlich (Siehe auch: Virtualisierung mit Xen).