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Antivirenschutz - quo vadis?
05.12.2008
Antivirenschutz - quo vadis?
Welche grundlegenden Veränderungen lassen sich in der heutigen Security-Landschaft beobachten? - Ein Überblick.

Mit der wachsenden Anzahl von Webseiten, die sich in unser digitales Leben integrieren, steigt auch die potentielle Gefahr, Opfer von Computerkriminalität zu werden. Bei weitem sind nicht alle Angebote im Internet „von Grund auf“ so gestaltet, dass ihnen blind vertraut werden kann. Eindrucksvoll haben dies Hacker erst kürzlich demonstriert, als sie das Telekom-Internet Portal dahingehend manipulierten, Rufumleitungen auf teure „Mehrwertnummern“ einzustellen. Die Hintergründe sind bisher unklar, und die Deutsche Telekom hat bisher keine Informationen dazu veröffentlicht. So ist neben der Erkenntnis, dass die in Umlauf gebrachten Bedrohungen ein immer größeres Ausmaß annehmen auch klar, dass sich in Sachen Qualität der Angriffe so einiges getan hat. Die Computerkriminellen schlafen nicht und versuchen stattdessen ständig, bestehende Sicherheitsvorkehrungen auszuhebeln.


 

Spam beispielsweise wird immer raffinierter, variiert nach speziellen Themen und Zielgruppen, beinhaltet anstatt Textnachrichten Bilder oder PDFs und wird über die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle verbreitet. Es wird konsequent nach Lücken und Schwachstellen gesucht, um diese entsprechend auszunutzen. Die drastischste Entwicklung in diesem Zusammenhang lässt sich derzeitig im Antivirusmarkt beobachten. Dieser hat sich seit dem Aufkommen des ersten Computerwurms vor über 25 Jahren stark verändert. Früher erfolgte die Entwicklung neuer Viren und Würmer einem bekannten Modell, in dessen Rahmen nur die Geschwindigkeit und Raffinesse variierten. Daran angepasst entwickelten Sicherheitsunternehmen Antivirenlösungen, deren Technologien und Verfahren in den letzten zehn Jahren nahezu unverändert blieben. Diese sind nach wie vor darauf ausgelegt, Bedrohungen zu erkennen, die als angehängte ausführbare Dateien oder infizierte Dokumente verbreitet wurden. Doch die wenigsten Computerviren werden noch auf diesem Wege in Umlauf gebracht, was uns zu der Erkenntnis bringt, dass herkömmliche Antiviruslösungen tot sind.


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