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VoIP erfordert Fitnesskur für das LAN
30.05.2007
Autor: Alexander Eggersberger
VoIP erfordert Fitnesskur für das LAN
Mit der Verschmelzung von Daten- und Telekommunikation in einem Netz wachsen die Anforderungen an die Infrastruktur. Ohne Tuning ist kaum ein LAN für VoIP geeignet.

Als Alexander Graham Bell 1876 das "US-Patent No. 174465" für die Verbesserung der Telegrafie erhielt, handelte es sich um eine einfache telefonische Verbindung zwischen zwei Punkten. Inzwischen hat sich einiges getan - telefoniert wird heute zunehmend über das Internet (Voice over IP, kurz VoIP). Das stellt weitaus höhere Anforderungen an die zugrunde liegende Infrastruktur als ein Telefonat vor 130 Jahren. VoIP macht nicht nur das Telefonieren günstiger, sondern lässt auch IT- und Telefonnetze zusammenwachsen. Dafür müssen Unternehmen ihr Netzwerk entsprechend gestalten und bestimmte Voraussetzungen erfüllen.


 

Wenn Datenübertragung und Telefonie über ein Netz erfolgen, kommt es entscheidend auf die Sprachqualität an. Um die gewohnte Zuverlässigkeit der klassischen Telefonie gewährleisten zu können, muss das Datennetz bei VoIP hohe technische Anforderungen erfüllen. Schließlich können nicht angekommene Sprachinformationen während eines Telefongesprächs - Stichwort Echtzeit - im Gegensatz zu Daten nicht erneut gesendet werden. Faktoren wie Verzögerung (Delay), Schwankungen bei der Übertragung (Jitter) oder Verlustrate haben direkten Einfluss auf die Übertragungsqualität. Das bedeutet für die Verantwortlichen, sie müssen das Datennetz so führen wie ein Telefonnetz. Ein für VoIP geeignetes Netz muss deshalb vor allem zwei Faktoren abdecken: Quality of Service (QoS) bei der Sprachübertragung und Redundanzfähigkeit.


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