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Executive Summary: Virtualisierungstechnologien
28.06.2006
Autor: Dennis Zimmer
Executive Summary: Virtualisierungstechnologien
Stephen Elliot ist sich sicher. "Virtualisierung entwickelt sich schnell von einem Tool für die Server-Konsolidierung zur strategischen Technologiebasis der IT-Infrastruktur", so der IDC-Analyst Kosteneinsparungen seien dabei offensichtlich, weitere Konsequenzen allerdings auch.

Das sieht VMware-Chefin Diane Greene ähnlich. Aus ihrer Sicht können Anwender nun den Einsatz von Diensten komplett überdenken: "Statt auf physischen Servern, die speziell für ein bestimmtes Betriebssystem und Programm konfiguriert werden, können jetzt viele Applikationen auf einem großen Ressourcen-Pool betrieben werden."


 

So hat ihre Firma dann auch die inzwischen dritte Generation ihrer Virtualisierungslösung für kleine und große Anwenderunternehmen am Start. Diese basiere auf dem "ESX Server" mit Virtual SMP sowie "Virtual Center" mit VMotion-Technik. Dazu gesellen sich vier neue Produkte: Das verteilte Dateisystem "VMFS", der "Distributed Resource Scheduler" (DRS), "High Availability" (HA) sowie "Consolidated Backup".


Auch Microsoft ist auf diesem Segment aktiv und hat zum Thema kürzlich ebenfalls Updates angekündigt – und zwar für die Windows Server Virtualisierung und den Microsoft System Center Virtual Machine Manager. Die neuen Produkte böten eine umfassende Lösung für die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens, so Microsoft.

Wie wichtig Microsoft das Thema inzwischen sieht, zeigt die Tatsache, dass das Unternehmen unlängst die Bostoner Firma Softricity für eine unbekannte Summe gekauft hat. Softricity ("SoftGrid") virtualisiert Anwendungen und streamt sie bei Bedarf auf Client-PCs. Damit kann zum Beispiel ein Nutzer mit einem Windows-Vista-PC eine auf einem Server gehostete Applikation fahren, die eine ältere Windows-Version wie 2000 oder XP erfordert.

Virtualisierung: Mehr als Kostensenkung

Dabei kann die Motivation für Virtualisierung mehr sein als „Kosten senken, nämlich zum Beispiel die Vereinfachung der Administration und eine Entlastung der Systemverantwortlichen. Dabei beträfe Virtualisierung „vor allem Server, die schlecht ausgelastet sind, so das Marktforschungsunternehmen Gartner. Virtualisierungstechnik erlaube Auslastungsraten von bis zu 80 Prozent, so die Analysten auf dem Frühjahrssymposium ITxpo Ende Juli in San Francisco.

"Anwendungen sind nicht länger an einen Rechner gebunden", erklärt Martin Reynolds, Vice President und Gartner Fellow. Sie ließen sich den Rechenressourcen individuell zuteilen. Damit könnten IT-Manager schnell und flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagieren und ihre Rechenressourcen besser nutzen.

Gartners Vision ist eine IT-Infrastruktur, die aus granularen, sich gegenseitig erkennenden Rechenressourcen aufgebaut ist. "Dieser skalierbare, Zero-Management-Ansatz führt zu einer neuen Tera-Architektur", so Reynolds. Zu vertretbaren Kosten könne in einfach skalierbaren Umgebungen ein Vielfaches an Rechenleistung erzielt werden.


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