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Server-Monitoring mit Open Source
02.09.2008
Autor: Jürgen Donauer
Server-Monitoring mit Open Source
Mit einer Überwachungslösung behalten Sie Ihre Server und Anwendungen im Blick. Das professionelle Monitoring im Netzwerk muss nicht teuer sein. Zabbix 1.4 stellt umfassende Funktionalität auf Open-Source-Basis bereit.

Zabbix will die Überwachung von Servern, Clients, Diensten und Anwendungen im Unternehmen für den Administrator so detailliert und umfassend wie möglich machen und schont dabei gleichzeitig das IT-Budget der Firma. Die Software ist unter der Open-Source-Lizenz GPLv2 veröffentlicht. Das Tool kann einige ausgwählte oder sogar tausende Server und Clients im Netz im Auge behalten. Zabbix prüft dabei die Performance, die Verfügbarkeit und die Integrität der überwachten Einheiten. Was außerdem für Zabbix spricht: Die Software lässt sich mit Erweiterungen leicht aufrüsten.



Zabbix unterstützt serverseitig eine Vielzahl von Betriebssystemen wie Linux, Solaris, HP-UX, AIX, FreeBSD oder OpenBSD. Der Entwickler weist darauf hin, dass es auf anderen Unix-Like-Plattformen ebenfalls funktionieren kann. Dies ist jedoch nicht getestet. Windows ist als Zabbix-Server ausgeschlossen. Dafür gibt es aber zumindest einen Überwachungs-Agenten. Die Software unterstützt NT 4.0, Windows 2000/XP/2003 und Windows Vista. Letzteres in der 32- und 64-Bit-Variante. Als Datenbank-Backend können Sie in Version 1.4 MySQL, PostgreSQL, Oracle oder SQLite einsetzen.

Aufbau von Zabbix



Zabbix besteht prinzipiell aus drei Komponenten: Agenten, Server und Frontend. Die Agenten sammeln Daten und speichern diese in einer Datenebank auf dem Zabbix-Server. Via Webfrontend können berechtigte Anwender die Daten jederzeit abrufen und grafisch darstellen.

Verteilte Last: Es muss nicht alles auf einem Server laufen.
Verteilte Last: Es muss nicht alles auf einem Server laufen.

Die Entwickler raten zu gewissen Mindestanforderungen. Hardwareseitig sollten Sie 128 MByte RAM und 256 MByte freien Festplattenplatz haben. Je mehr Arbeitsspeicher Sie haben, desto schneller arbeitet die Datenbank – sprich Zabbix. In der Dokumentation stellt der Entwickler Beispiele für Hardware-Setups zur Verfügung. Für bis zu 20 überwachte Rechner reicht demnach ein Pentium2 350 MHz mit 256 MByte RAM.

Um Zabbix benutzen zu können, benötigen Sie zusätzlich mindestens Apache 1.3.12, PHP 4.3 und das PHP 4.3 GD-Modul. Je nach gewünschter Datenbank kommen dann MySQL 3.22, PostgreSQL 7.0.2, Oracle 9.2.0.4 oder SQLite 3.3.5 sowie das entsprechende PHP-Modul dazu. Weitere sinnvolle Komponenten sind OpenSSL und NET-SNMP oder UCD-SNMP. Diese sind jedoch optional. Bei den meisten Distributionen finden Sie alle für Zabbix benötigten Programme normalerweise auf den Installations-Medien. Sollte dies nicht der Fall sein, lassen sich die Pakete in der Regel online nachinstallieren.

Dieser Beitrag beschäftigt sich zunächst mit der Installation von Zabbix. Der zweite Teil wird zeigen, wie Sie die Monitoring-Software im täglichen Einsatz nutzen können.


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