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Alles über Microsoft Hyper-V
07.08.2008
Autor: Andrej Radonic
Alles über Microsoft Hyper-V
Hyper-V ist die neue Virtualisierungstechnik, mit der Microsoft VMware und Co. das Fürchten lehren will. Der Hypervisor ist nämlich schon im Windows Server 2008 integriert.

Mittlerweile ist die mit Spannung erwartete Virtualisierungssoftware in der finalen Version erschienen. Microsoft setzt mit Hyper-V auf die Hypervisor-Technik. Sie dient als performante Runtime Engine für die virtuellen Maschinen (VMs). Die Software von Microsoft kann eine Reihe Features vorweisen, die es mit der Konkurrenz aufnehmen können. Dazu gehört zum Beispiel eine Funktion namens Quick Migration, mit der sich VMs von einem physikalischen Rechner auf den anderen verschieben lässt. Dazu kommen intelligente Management-Optionen und die breite Unterstützung für verschiedene Storage-Systeme. Hyper-V besitzt mehrere offene Schnittstellen wie WMI, Hypercall API sowie das Dateiformat VHD.



Microsoft sorgt dafür, dass Hyper-V auch tatsächlich genutzt wird, in dem die Software jetzt fester Bestandteil von Windows Server 2008 ist. Installiert ist sie als zusätzliche Server-Rolle recht schnell. Allerdings fallen für jede darauf installierte virtuelle Maschine Lizenzgebühren an, sofern diese Windows als Betriebssystem verwendet. Nur in der Windows Server Datacenter Edition darf man beliebig viele Windows-VMs in Betrieb nehmen. Allerdings unterstützt Hyper-V auch andere Gast-Betriebssysteme wie etwa Linux.

Vorbild Xen?



Unterstützung findet Hyper-V durch die Tatsache, dass Microsoft mit "Server Core" eine auf die wesentlichen Server-Funktionen beschränkte Variante eines Betriebssystems zur Verfügung gestellt hat. Diese abgespeckte Server-Version (es fehlt mitunter die aufwändige die grafische Benutzeroberfläche) ist eine ideale Plattform für den Betrieb virtueller Systeme. Das erleichtert gleichzeitig die Administration und macht das System insgesamt sicherer gegen Angriffe.

Bei genauerer Betrachtung von Hyper-V sind starke Ähnlichkeiten des Hypervisdors zu dem von Xen auffällig. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn Microsoft kann auf ein Kooperationsabkommen mit XenSource zurückgreifen, das vor zwei Jahren vereinbart wurde – noch weit vor dem Kauf von XenSource durch Citrix. XenSource hatte in diesem Kontext ein ganzes Team als Entwicklungshilfe für Hyper-V abgestellt.


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