Mit der vPro-Technologie will Intel das Client-Management vereinfachen und damit die IT-Kosten im Unternehmen senken. Was hinter der Business-Plattform vPro steckt und für wen sie sich eignet, erfahren Sie hier.
Das Herzstück der ersten vPro-Rechner war der Ende 2006 erschienene Core-2-Duo-Desktop-Prozessor, Codename „Conroe“. Diese CPU stattet Intel mit der Core-Micro-Architektur aus. Sie basiert auf erweiterten Funktionen der Core-Duo-Architektur, die bisher vorwiegend im Mobile-Bereich in Form von „Yonah“-Prozessoren in Centrino-Plattformen zum Einsatz kommt.
Basisausstattung: Für das vPro-Logo ist eine bestimmte Grundkonfiguration, bestehend aus Conroe-CPU, Q965-Chipsatz und Nineveh-Netzwerk-Controller Pflicht. (Quelle: Intel)
Für ein konformes vPro-Logo benötigt ein Rechner neben der Conroe-CPU oder höher auch einen entsprechenden Chipsatz. Intel hatte zuerst den Q965-Chipsatz, Codename „Broadwater“, für die neue Business-Plattform freigegeben. Dieser Chipsatz enthält einen integrierten Grafikkern, der bereits kompatibel zu Windows Vista Aero sein soll.
Dem Q965-Northbridge steht die neue ICH8-Southbridge zur Seite. Diese beinhaltet einen speziellen Gbit-Ethernet-MAC, der gemeinsam mit einem externen PHY-Baustein und entsprechender Firmware über umfangreiche Remote-Management-Funktionen verfügt.
So lassen sich abgeschaltete PCs, wie bereits bei Wake on LAN, über das Netz booten. Neu ist jedoch, dass der Remote-PC über einen IDE-Redirect beispielsweise eine CD-ROM im Laufwerk des Netzwerkadministrators als Bootmedium nutzen kann. Darüber hinaus lassen sich selbst Rechner mit komplett zerstörtem Betriebssystem per Remote aus der Ferne administrieren und reparieren. Zusätzlich erfolgt die Kommunikation verschlüsselt, so dass eine Fernwartung von sensiblen IT-Systemen ohne Sicherheitsbedenken über das Internet möglich ist.
Dieses Konzept des Remote-Managements bezeichnet Intel als IAMT. Es wurde erstmals Mitte 2005 zusammen mit dem 945G-Chipsatz in Kombination mit dem Intel-82573E-Netzwerk-Controller (Tekoa) vorgestellt.