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Bessere Websites mit Analyse-Tools
02.05.2006
Autor: Wolfgang Sommergut
Bessere Websites mit Analyse-Tools
Wer online Geschäfte machen will, braucht genaue Daten über Stärken und Schwächen seines Web-Auftritts. Spezielle Software soll diese Informationen liefern.

Hier lesen Sie …
  • Wodurch sich moderne Analyse-Tools von der Logfile-Auswertung unterscheiden;

  • was die Segmentierung von Benutzerdaten bringt;

  • wie Web-Analyse Marketing-Kampagnen unterstützt.

Für die meisten Firmen ist die Website längst viel mehr als nur eine Visitenkarte im Cyberspace. Das Online-Medium entwickelt sich zu einem wichtigen Vertriebskanal.


 

Die Darstellung von Navigationspfaden gehört zum Standardrepertoire der Werkzeuge für die Web-Analyse.
Die Darstellung von Navigationspfaden gehört zum Standardrepertoire der Werkzeuge für die Web-Analyse.

Egal ob es um den Verkauf von Produkten in einem E-Shop, die Gewinnung von Kunden für Dienstleistungen oder potenzielle Betrachter von Werbeanzeigen geht - nur genaue Informationen über das Besucherverhalten geben Aufschluss über die Schwachstellen einer Site oder typische Bewegungsmuster der Surfer.


Der Fachanwender im Fokus

Die Tools der ersten Generation, etwa "Analog" oder "AWStats", konzentrierten sich auf die Auswertung der Log-Dateien des Web-Servers. Daraus gewonnene Berichte geben viele technische Informationen, beispielsweise über Browser und Betriebssystem des Clients, und richten sich daher in erster Linie an IT-affines Publikum. Aus geschäftlicher Sicht stellen sich indes andere Fragen, etwa nach der Herkunft und den Besuchsintervallen von Kunden, nach ihrer Verweildauer auf der Website oder den Hindernissen auf dem Weg zur Bestellung. Viele Anbieter versprechen, mit ihrer Software darauf die richtigen Antworten geben zu können. Die meisten beschränken sich nicht mehr auf Daten, die der Web-Server liefert, sondern sammeln ihre Informationen am Client. Zu den gängigen Techniken zählen unsichtbare Grafiken ("Web Bugs"), Scripts und Cookies.

Mit der Ausrichtung auf Fachabteilungen rücken vor der Wahl des Tools einige Kriterien in den Vordergrund, die nicht technischer, sondern primär organisatorischer Natur sind. Wenn beispielsweise Erkenntnisse darüber vorliegen, aus welchen Abschnitten des Web-Auftritts die meisten Besucher aussteigen, dann muss klar sein, wer für die Behebung solcher Defizite zuständig ist.

Die betreffende Person muss ausreichende Befugnisse haben, um die nötigen Maßnahmen zu veranlassen. Außerdem sollten Anwender sich vor der Kaufentscheidung überlegen, welche Informationen sie von dem neuen Werkzeug erwarten. Die Studie "Einkaufsführer Web Analytics 05/06" des Berliner Unternehmens Ideal Observer, das sich auf Web Analytics und Website-Verbesserung spezialisiert hat, zeigt, dass auch die besten Produkte in einzelnen Disziplinen schwach abschneiden können. Zudem gibt es eine Reihe von Kategorien, in denen die meisten Kandidaten gleichauf liegen.

Auch wenn sich moderne Analyse-Tools anders als Logfile-Auswertungen vor allem an Fachanwender richten, so hat die IT-Abteilung bei der Kaufentscheidung meistens doch ein Wörtchen mitzureden. Zahl, Bereitschaft und Fähigkeiten der DV-Mitarbeiter entscheiden darüber mit, ob ein Unternehmen zu einer gehosteten Lösung greift.


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