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Executive Summary: AJAX - Das neue Web
22.06.2006
Autor: THOMAS WÖLFER
Executive Summary: AJAX - Das neue Web
Hinter der Fassade vieler Websites findet unter dem Namen "Ajax" eine Revolution statt. Mit Hilfe der Technik lassen sich die Seiten deutlich beschleunigen und so ergonomisch wie Desktop-Anwendungen bedienen.

Eigentlich sind klassische Web-Anwendungen schon lange anachronistisch. Im Gegensatz zu Desktop-Anwendungen müssen sie ihre HTML-Seiten bei jeder Anfrage stets komplett neu aufbauen. Sie sind daher meist zäh zu bedienen und verursachen überflüssige Netzwerklast. Aber die Ära konventioneller Web-Seiten neigt sich dem Ende…


 

Zu dieser Entwicklung hat eine Reihe von Techniken rund um Javascript beigetragen, mit deren Hilfe eine neue Generation von agilen, ergonomischen Web-Anwendungen entsteht. Sie können ähnlich komfortabel bedient werden wie Desktop-Programme, bauen auf Standards auf und kommen daher beispielsweise im Gegensatz zu Flash ohne spezielle Plug-ins für den Browser aus. Eine der neuen Technologien, mit denen man Web-Anwendungen auf die Sprünge helfen kann, ist im vergangenen Jahr unter dem Namen des griechischen Sagenhelden Ajax populär geworden.

Damals veröffentlichte Jesse James Garrett einen Artikel über die Verwendung von A_synchronem J_avascript sowie X_ML und nannte die Neuschöpfung Ajax. Diese Kombination ist im Grunde nichts Neues, sondern vereint lediglich eine Reihe bekannter Technologien wie das Document Object Model (DOM), Javascript und XML. Web-Seiten, die mit dieser Art von Datenübertragung arbeiten, können Eingaben umgehend überprüfen und Teile einer Web-Seite im Hintergrund automatisch aktualisieren. Damit stellen sie jede konventionelle Web-Anwendung in den Schatten.


Inzwischen haben sich mehrere Hersteller mit dem Ziel zusammengeschlossen, Ajax zu spezifizieren, damit eine Interoperabililtät der darauf beruhenden Produkte gewährleistet ist. 31 Mitglieder umfasst die OpenAjax-Initiative derzeit, darunter namhafte Hersteller wie Adobe, SAP, Software AG und Tibco. Im Rahmen der Entwicklerkonferenz JavaOne in San Francisco hat sich die Gruppe in OpenAjax Alliance umbenannt und ein erstes offizielles Treffen der Organisation veranstaltet.

Eine erste Entscheidung der Initiative war, dass man zwar nicht als Standardisierungsgremium fungieren, aber ähnlich arbeiten wolle, wie es zum Beispiel von der Web Services Interoperability Organization (WS-I) bekannt ist. Dazu gehöre etwa, Best Practices zu identifizieren und zu konsolidieren sowie die Voraussetzungen für Programmiermodelle zu definieren, die mit einer Referenzimplementierung von Ajax korrespondieren. Auf diese Weise wolle man die Interoperabilität von Ajax-Tools und -Laufzeitumgebungen sicherstellen. Deshalb gelte es zunächst, eine XML-Syntax für Ajax-Features zu spezifizieren. Ferner müsse man APIs entwickeln, über die sich Ajax-Komponenten diverser Anbieter zusammenstellen lassen


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