Viele Administratoren sorgen zwar für Netzwerksicherheit, übersehen dabei aber die Webserver. Aber gerade diese Dienste stehen an vorderster Front. Wie Sie die Web Application Security in den Griff bekommen, erfahren Sie hier.
Webserver und Webanwendungen werden entweder auf einem Server beim Provider betrieben oder stehen gut erreichbar - aber damit auch ungeschützt - vor der Firewall des Netzwerks. Deshalb werden die Webanwendungen auch häufig bei der Sicherheitsstrategie vergessen, weil sich der IT-Verantwortliche ganz auf die Netzwerksicherung konzentriert.
Dabei gäbe es allen Grund zur Vorsicht: Aktuelle Studien wie der Report von Forrester Research zur IT-Security in Europa 2007, die Studie von Steria Mummert oder der Symantec-Sicherheitsbericht warnen, dass die meisten Angriffe im Netz auf Web-Anwendungen abzielen – viele Unternehmen sind sich der Gefahr aber nicht bewusst.
Bei Online-Banking-Angeboten ersetzen Phishing-Angriffe, SQL-Injections oder Man-in-the-Middle-Attacken den konventionellen Bankeinbruch, bei Web-Shops gehen Web-Kriminelle mit fremden Identitäten auf Shopping-Tour und bei Partnerportalen werden unter Umständen Planungsdaten für neue Produkte ausspioniert.
Wichtig zu wissen: Web-Anwendungen benötigen speziellen Schutz. Klassische Schutzwälle wie Firewalls, Reverse Proxys oder Intrusion-Detection-Systeme greifen hier zu kurz. Die Lösung sind spezielle „digitale Türsteher“ – sogenannte Web Application Firewalls (WAFs) – die bildlich gesprochen nicht nur die „Ausweise“, sondern auch die „Taschen“ eingehender Anfragen kontrollieren.