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IPv6 kommt mit Vista und Mac OS X
11.09.2008
Autor: JÜRGEN HILL

Fehlendes Fachwissen ist ein Problem

Aber vielleicht sind die Hinderungsgründe vieler europäischer Unternehmen, wegen derer sie noch keine IPv6-Einführung wagen, viel trivialer: Ihren Mitarbeitern fehlt vermutlich schlicht das IPv6-Know-how. Sollte dies der Grund für die Zurückhaltung sein, dann würden sich europäische Entwickler und IT-Administratoren nicht sonderlich von ihren amerikanischen Kollegen unterscheiden.



"Wir entdeckten bei Administratoren und Entwicklern große Wissenslücken in Sachen IPv6", kritisiert Erica Johnson, IPv6-Consortium-Managerin beim Interoperability Laboratory, den Kenntnistand amerikanischer IT-Experten, "wir mussten ihnen einfachste Konfigurationsarbeiten erklären." Das Lab hatte im Juni dieses Jahres einen Interoperabilitätstest mit Anwendern und 13 Applikationsanbietern, darunter Adobe (Dreamweaver) und Microsoft (Meeting Place), betrieben.

Migrationstipps

  • Sammeln Sie erste Erfahrungen in Teilnetzen.

  • Migrieren Sie schrittweise.

  • Erfassen Sie bei einer Netzinventur IPv4-only-Devices.

  • Achten Sie bei Updates und Neukauf auf IPv6-Fähigkeit.

  • Nutzen Sie bei einer Migration die IPv6-Tunnelverfahren für IPv4-Umgebungen.

  • Freunden Sie sich rechtzeitig mit der neuen, ungewohnten Notation der IPv6-Adressen an, die schwerer zu merken ist als bei IPv4. Setzen Sie hierzu eventuell eine Verwaltungssoftware ein.

  • Prüfen Sie, ob Ihre Mitarbeiter das notwendige IPv6-Know-how besitzen.

  • Analysieren Sie den Code vorhandener Software auf IPv6-Verträglichkeit.

  • Denken Sie bei der Entwicklung neuer Software an die geänderten IPv6-Parameter. (mja)

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag "IPv6 kommt mit Vista durch die Hintertür" unserer Schwesterpublikation Computerwoche.




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