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Exchange-Alternative Mercury einrichten
01.07.2008
Autor: KONSTANTIN PFLIEGL
Exchange-Alternative Mercury einrichten
Unter Windows dominiert Microsoft Exchange die E-Mail-Server, doch Alternativen sind durchaus vorhanden. Mercury ist ein schlanker Mailserver für netzinterne Nachrichten und E-Mails ins Web.

Mercury unterstützt SMTP und POP3 als Client und Server. Mercury kann somit Nachrichten von mehreren Mail-Accounts abrufen und lokal verteilen. Auch das Versenden von Nachrichten innerhalb eines LAN ist möglich. Regelbasierte Filter helfen im Kampf gegen Spam. Der Listserver übernimmt das Versenden von Messages an große Benutzergruppen. Über Plugins von Drittanbietern bietet Mercury auch Anti-Spam- und Anti-Virus-Funktionen. Der folgende Beitrag gibt einen Einblick in die grundlegende Konfiguration und den Einsatz von Mercury.



Für nicht kommerzielle Nutzung ist Mercury kostenlos, aber auch die kommerzielle Nutzung kostet nicht die Welt. Die Site-Lizenz (unlimitierte Benutzer und beliebige Anzahl an Servern) kostet gerade einmal 695 US-Dollar. Bis zu 15 Nutzer auf einem Server schlagen nur noch mit 75 US-Dollar zu Buche. Eine – für Ende August 2007 versprochene – Möglichkeit zum Erwerb für kommerzielle Lizenzen fehlt jedoch immer noch. Das ist zwar nicht schlimm, da Mercury auch ohne Lizenz funktioniert, dennoch sollten Sie David Harris seinen verdienten Lohn zukommen lassen, wenn Sie sein Produkt nutzen.

Der Server wurde ursprünglich für den Einsatz mit dem Client Pegasus Mail entworfen. Auf Grund seiner Konformität zu bestehenden Internet-Standards kann dieser aber auch problemlos als Server für beliebige Mail-Clients dienen, in der neuen Version auch für IMAP4-Clients. Trotz seiner Leistungsfähigkeit benötigt Mercury nur wenig Speicherplatz: Auf der Festplatte fallen lediglich 11 MByte Installationsdateien an, im Betrieb begnügt sich der Server mit wenigen MByte Hauptspeicher.



Quickinfo

Produkt

Mercury/32 4.52

Hersteller

David Harris

Preis

Kostenlos / ab 75 US-Dollar

Download

www.pmail.com (7,2 MByte)

Systemvoraussetzungen

Hardware

256 MByte RAM, 11 MByte Festplattenplatz

Software

Windows 95, 98, NT4, 2000, XP

Mercury-Module
Seine zahlreichen Funktionen stellt Mercury in verschiedenen Modulen zur Verfügung. In der folgenden Tabelle finden Sie einen Überblick über die einzelnen Module und deren jeweiligen Funktionen.

Übersichtlich: Nach dem Start von Mercury lassen sich alle Module bequem in einer Oberfläche konfigurieren.
Übersichtlich: Nach dem Start von Mercury lassen sich alle Module bequem in einer Oberfläche konfigurieren.

Mercury-Module

Modul

Beschreibung

MercuryS

SMTP Server: Stellt im LAN einen SMTP-Server zum Übermitteln von Mails zur Verfügung.

MercuryC

SMTP Relay Client: Versendet Mails aus dem LAN über einen externen SMTP-Server.

MercuryE

SMTP Delivery Client Module: Versendet Mails aus dem LAN direkt an den SMTP-Server des Empfängers.

MercuryP

POP3 Server: Stellt den Clients im lokalen LAN den Zugriff auf die Mailboxen zur Verfügung.

MercuryD

POP3 Client: Empfängt Mails aus verschiedenen POP3-Mailboxen im Internet.

MercuryX

Connection Scheduler: Ermöglicht das zeitgesteuerte Ausführen von Mercury-Modulen.

MercuryH

Verzeichnisdienst: Ermöglicht beispielsweise das Anlegen eines LAN-weiten Adressbuchs.

MercuryI

IMAP-Server für IMAP4rev1-kompatible Clients.

MercuryW

Server für Passwort-Änderungen.

MercuryF

Finger-Server

MercuryB

Web-Server-Modul, über das die Mailing-Liste verwaltet wird.


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