Hatten IT-Verantwortliche früher nur die Daten im Sinn, wenn sie von Disaster Recovery sprachen, so greifen neue Techniken deutlich weiter. Auch die Server, Programme und Prozesse müssen 1:1 abgebildet werden, um im Falle eines Crashs alle Systeme schnell wiederherzustellen.
Die Disaster Recovery hat sich bisher vor allem auf die Sicherung und Wiederherstellung der flüchtigen Daten konzentriert, die sich im Unternehmen mit rasender Geschwindigkeit vermehren und verändern. Aber um die Geschäftsprozesse aufrecht zu erhalten, müssen auch die Server-Konfiguration, Anwendungen und weitere Einstellungen gesichert werden. Denn ein neuer Server mit den passenden Business-Anwendungen, Patches, Rechten und Netzwerkverbindungen ist nicht in zwei Minuten eingerichtet. Dazu kommt, dass die IT-Systeme selbst in einer sicheren Umgebung untergebracht sein müssen. Alle diese Facetten müssen bedacht werden, um eine umfassende Disaster-Recovery-Strategie für minimale Ausfallzeiten umzusetzen.
Der Standort gehört ins Konzept
Neben Daten und Prozessen, die es gemeinsam abzusichern gilt, beeinflusst eine dritte Größe die Business Continuity: der Schutz des Standorts gegen Katastrophen wie Hochwasser, Stürme oder Stromausfall. Disaster Recovery muss demnach die Server mit den Applikationen, die Daten sowie den Standort absichern.
Schnelles Disaster Recovery mit dem Disk-Server: Bei einem Server-Ausfall kann die Datenkopie für einen alternativen Server vorgehalten werden, der den defekten vorübergehend ersetzt.
Die Sicherungskonzepte müssen jedoch aufeinander abgestimmt sein, denn die permanente Verfügbarkeit einer Applikation nützt wenig, wenn nach einem Ausfall ein langwieriger Restore (Wiederherstellung) der Daten erforderlich wird. Für Hochverfügbarkeit müssen Datensicherung und Prozessabsicherung daher im Einklang miteinander stehen. Die folgenden Ansätze reichen von RAID-Techniken bis hin zu Failover-Systemen im WAN. Beschrieben wird ihre Eignung, Daten, Applikationen und Standorte zu sichern.