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Server-Backup zum Schnäppchenpreis
05.06.2008
Autor: Stefan Rubner

Fazit und Ausblick

Insgesamt hinterlässt SEP sesam bei den Testern einen ambivalenten Eindruck. Es steht außer Zweifel, dass es sich bei SEP sesam um ein wirklich leistungsfähiges und flexibles Produkt handelt. Gerade die vielfältigen Optionen und Module erlauben eine quasi maßgeschneiderte Anpassung an die verschiedensten Bedürfnisse. Dem gegenüber steht jedoch zum einen die nicht einfache Bedienung der Software. Sicher, die einzelnen Schritte sind – nach einiger Eingewöhnung – logisch und sinnvoll. Nur wünscht man sich oft, dass es einen schnelleren Weg ans Ziel gäbe. Zudem leidet die Übersichtlichkeit darunter, dass es noch keinen generellen Übersichtsbildschirm gibt, auf dem sich alle wichtigen Einstellungen auf einen Blick ablesen lassen. Dieser soll laut Hersteller aber zügig realisiert werden. Bisher helfen auch die vielen angebotenen Ansichten des Administrations-Programms nicht viel.



Der zweite große Kritikpunkt sind die schnell steigenden Kosten, die beim Zukauf diverser Module auf den Anwender zukommen. Trotz dieser Kritikpunkte sind sich die Tester von Linux Pro aber einig: SEP sesam ist ein interessantes Produkt für Unternehmen, das eben auch vor allem durch seine zahlreichen Optionen und den großen Funktionsumfang zu überzeugen weiß. Es lohnt sich also auf jeden Fall, einmal eine Testinstallation durchzuführen, um selbst zu erfahren, wie man mit dem Produkt im Praxiseinsatz zurechtkommt.

Im Dschungel der Lizenzen



Neben der Installation dürfte eine der größten Hürden bei der Anschaffung von SEP sesam wahrscheinlich die Ermittlung des schlussendlich zu zahlenden Preises sein. Stolze 22 Seiten umfasst die Preisliste. Zieht man einmal die Schulungs-, Installations- und Supportangebote ab, so verbleiben immer noch 19 Seiten mit diversen SEP-sesam-Varianten unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und einer ganzen Phalanx von Zusatzmodulen.

So erhält der Kunde für 225 Euro entweder eine SEP-sesam-Version zur Sicherung eines Open-Xchange-Servers oder einen SEP sesam ONE Server zur Sicherung eines Linux- oder Windows-Hosts für 125 Euro. Auch am Betriebssystem orientieren sich die Preise: Wer SEP sesam auf einem Solaris-Server einsetzen will, muss 500 Euro für die Standard Lizenz (Unterstützung für 5 Datenströme) und 1050 Euro für die Advanced Lizenz (bis zu 64 Datenströme) anlegen.

Weitere Kosten addieren sich beispielsweise, sollen auch Datenbanken gesichert werden. Auch hier unterscheiden sich die Preise je nach Betriebssystem der Datenbank des Servers, auf dem die Datenbank läuft. Ebenfalls gesondert zu bezahlen ist die Unterstützung von Tape-Loadern. Hier berechnet sich der Preis nach den von SEP sesam ansprechbaren Slots. Das Modul für 50 Tape-Slots kostet 4.000 Euro, die Variante mit 100 Slots 7.500 Euro. Wer seine Daten lieber auf Festplatte sichert, darf Speicherlizenzen nach ansprechbarem Platz für die Sicherung (Backup-Space) zukaufen. Je Terabyte sind hierfür 320 Euro für den Speicherplatz und mit der Migrationsfunktion (Disk to Disk to Tape) 1.200 Euro zu kalkulieren.

Zugegeben, das Preismodell schafft große Flexibilität bei der Zusammenstellung einer maßgeschneiderten Backup-Lösung. Dem gegenüber steht jedoch das Problem, dass ein einfacher Umzug oder ein Upgrade auf leistungsfähigere Hardware nicht so einfach möglich ist. Ein übersichtlicheres Lizenzmodell wäre hier sicher kundenfreundlicher.


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