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Server-Backup zum Schnäppchenpreis
05.06.2008
Autor: Stefan Rubner

Backup-Strategien und -verfahren

SEP sesam ist in der Lage, sowohl Inhalte des lokalen Servers wie auch solche entfernter Rechner zu sichern. Bevor es die einzelnen Rechner ansprechen kann, sind diese jedoch zunächst über den Unterpunkt Topologie der Komponenten-Einstellungen einzurichten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Namen der Rechner nicht frei wählbar sind. Im Idealfall baut SEP sesam darauf, dass im Netz ein DNS-Server dafür sorgt, dass alle Rechnernamen zu einer IP-Adresse auflösbar sind. Alternativ erlaubt es die Software, Einträge für nicht per DNS auflösbare Rechner in die lokale Hosts-Datei des Servers zu schreiben. Zusätzlich muss auf dem zu sichernden System die Client-Software für SEP sesam vorhanden und der Rechner zum Zeitpunkt der Sicherung betriebsbereit sein.



Ein Aktivieren entfernter Rechner über Wakeon-LAN bietet SEP sesam .nur über eine Pre-Post-Funktion an. Ist auch diese Arbeit erledigt, lassen sich über die Rubrik Aufträge der SEP-sesam-Bedienoberfläche die Sicherungsaufträge für die einzelnen Clients anlegen. Dabei stehen vielfältige Optionen zur Auswahl. Handelt es sich um einen Windows- oder Linux-Client, genügt die normale Pfadsicherung. Dabei lassen sich die zu sichernden Verzeichnisse direkt angeben oder über einen per Kommunikation zwischen Client und SEP sesam-Server aufgebauten Verzeichnisbaum wählen.

Zusätzlich ist definierbar, ob vor und nach dem Sicherungslauf vordefinierte Aktionen – Pre und Post genannt – auszuführen sind. Besonders erfreulich ist, dass sich die gesicherten Daten verschlüsseln lassen. Auf diese Weise sind sensible Informationen durch das sichere AES 256 Verfahren, auch im Backup vor unberechtigten Einblicken geschützt. Optional ist eine Kompression der Daten zuschaltbar, was auf dem Zieldatenträger wertvollen Speicherplatz spart.



Nun wäre es natürlich schön, wenn man zum gerade angelegten Client auch gleich Backup-Termine anlegen könnte. Genau diese Option vermissen die Tester. Stattdessen werden Sicherungen – und gegebenenfalls auch Rücksicherungen – unter der Rubrik Zeitplanung angelegt. Dort ist zunächst ein Zeitplan zu erstellen. Hier glänzt SEP sesam mit einer wahren Fülle an Optionen. So lassen sich nicht nur tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Sicherungsläufe erstellen. Bis hinunter auf Minutenebene sind die Wiederholungen einstellbar, zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, einmalige Jobs anzulegen oder die Vorgaben komplett vom Benutzer gestalten zu lassen.

Zusätzlich ist einstellbar, wann der so festgelegte Zeitplan in Kraft tritt, ebenso ist ein Verfallsdatum vorgesehen, nach dem der Zeitplan nicht mehr ausgeführt wird. Ein Zeitfenster für die Ausführung des Jobs ist ebenfalls definierbar. Jedem Zeitplan sind nun Sicherungsaufgaben zuzuweisen. Erst hier legt der Anwender fest, was überhaupt zu sichern ist. An erster Stelle steht dabei die Wahl des Backup-Typ. Hier bietet SEP sesam die folgenden Optionen: Vollständig, Inkrementell, Differenz oder Kopie. Ebenfalls an dieser Stelle festzulegen ist der zu verwendende Medienpool, das Laufwerk und schließlich das zuvor beim Client angegebene Quellmedium. Damit ist das Anlegen eines Backup-Jobs für den Systemverwalter abgeschlossen.


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